RONDOALLEGRO

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//"Die heißen Tage ließen allmählich nach. Der frische Wind tat nach so einer langen Sommerszeit herrlich gut.
Johannas kleiner Bruder Carl spielte draußen in den letzten warmen Sonnenstrahlen.
Es war alles so friedlich.

Johannas Gedanken blieben am Anfang dieses Sommers stehen.
War es nicht immer so, dass sich das ganze Land auf den Sommer freute?
Mit Liedern wurde er herbei gesungen und mit Festen gepriesen.
Es schien so, als würden die Menschen ganz und gar aufleben, aufblühen.
Sie lachen.
Sie spielen.
Sie sprühen und singen.
Und dann, ganz langsam schleicht sich die andere Seite an.
Sie fangen an zu schimpfen. Es sei zu heiß, die Dürre plage sie. Sie seien zu nichts mehr fähig.
Ja, an diesem Punkt war es dann vorbei mit der Sommerfrische.
Gewitter ziehen auf und die schwüle Luft drückt auf die Gemüter und scheint sie fast zu ersticken.
Dann wiederum wird sehnlichst die kühle Frische herbei gewünscht.
Johanna musste an die vier Jahreszeiten von Vivaldi denken. Fängt nicht schon eigentlich der erste Satz vom Sommer mit dieser Bedrücktheit an?! Zwar wird sie auch mal von einer Heiterkeit abgelöst, aber doch, man konnte die Dürre immer herraushören.

Nun war es fast Herbst. Wie gut das tat.
Es war ihre liebste Jahreszeit. Eigentlich liebte sie den Herbst nur so sehr, weil davor die Hitze war. Immer Herbst wäre natürlich auch nicht toll gewesen.
Nach dem Herbst kam dann immer ganz schnell der Winter.
Weihnachten und das Silvesterfest standen an.
Da war der Winter auch noch toll.
Ja, und danach, da war für sie persönlich die längste Dürrezeit.
Dunkel.
Grau.
Nichtsbedeutend.
Und dann, wenn sich im Frühjahr die ersten grünen Blättchen zeigten, dann war das ganze Land wieder hellauf und auf dem besten Weg zum Sommer."//

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